Urlaubsreif oder krank?
Jeder hat im Laufe seines Lebens stressige Situationen zu meistern. Das können anstehende Prüfungen sein, belastende familiäre Lebensumstände oder berufliche Herausforderungen. Meist folgt auf Belastungsspitzen wieder eine Erholungsphase und man kann sich regenerieren. Bleiben die stressigen Belastungen aber über einen langen Zeitraum auf hohem Niveau und es stellen sich Beschwerden ein, dann kann man von Burnout sprechen.
Anzeichen für eine mögliche Burnout-Diagnose können sein:
Erschöpfung
Betroffene fühlen eine innere Unruhe, haben gleichzeitig aber keine Energie. Sie fühlen sich ausgelaugt, niedergeschlagen, antriebslos gepaart mit großer Müdigkeit.
Distanzierung
Stress am Arbeitsplatz kann viele Auslöser haben wie beispielsweise ständige Über- als auch Unterforderung, dauernder Zeitdruck, Konflikte mit Vorgesetzten oder Kollegen. Die Frustration nimmt zu und Betroffene sehen ihren Arbeitsalltag mehr und mehr als Belastung an. Sie distanzieren sich innerlich und stumpfen ihren Aufgaben gegenüber ab.
Leistungsminderung
Die Arbeitsleistung insgesamt lässt nach, es fällt schwer sich aufzuraffen, die Konzentration nimmt ab und die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit wird in Frage gestellt.
Burnout. Habe ich versagt?
Sich selbst einzugestehen, dass man Hilfe braucht, ist der schwierigste Schritt. Noch immer haftet der Diagnose Burnout an, dass man zu schwach ist und „sich zusammennehmen soll“. Dabei ist es wichtig, professionelle Unterstützung zuzulassen, um auszuschließen, dass keine Depression, Angststörung oder ein chronisches Erschöpfungssyndrom vorliegt. Die sorgfältige Abgrenzung hat entscheidenden Einfluss auf die Behandlung und den Erfolg der Regeneration.