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Behandlungsschwerpunkt

Anpassungsstörungen

Bei den Anpassungsstörungen handelt es sich um kurzzeitige, vorübergehende Störungen, die meist mit einer Veränderung der Lebenssituation einhergehen. Das kann eine schwere Krankheit sein, ein Umzug in eine neue Stadt, die Aufnahme einer neuen Arbeit oder auch ein schwerwiegendes Familienereignis sein. Vertrautes fällt weg und vor allem Neuen steht ein großes Fragezeichen. Neue Situationen können überfordernd sein und Betroffene immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Meist gelingt es sein Leben an die neue Situation anzupassen und sich damit zu arrangieren. Die Anpassung kann schnell gehen oder sich über einen bestimmten Zeitraum ziehen.

Sollte man sich allerdings über einen längeren Zeitraum hin, nicht an die neu eingetretene Situation anpassen können, weil es psychisch und physisch nicht möglich ist, spricht man von einer Störung. Dabei spielt es keine Rolle, ob das auslösende Ereignis „groß genug“ ist. Es geht nur darum wie das eigene subjektive Empfinden ist und ob man sich emotional beeinträchtigt fühlt.

Die Anzeichen für eine Anpassungsstörung können vielfältig sein und sich in depressiver Stimmung niederschlagen. Auch Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Sorgen, Verzweiflung und Stimmungsschwankungen sind typische Symptome.

Betroffene haben das Gefühl, den Anforderungen des Alltags nicht mehr gerecht zu werden. Oft gehen mit der Anpassungsstörung auch Desinteresse an vielen Dingen einher, die Lebensfreude sinkt und das Sozialverhalten ist erheblich eingeschränkt. Die Folge ist Rückzug vom sozialen Leben.