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Behandlungsschwerpunkt

Angstzustände & Phobien

Angst zu haben ist zuerst einmal überhaupt nichts schlimmes. In der menschlichen Entwicklung hat die Angst nämlich eine wichtige Funktion. Sie kommt grundsätzlich vor der Vernunft. Das heißt in extremen Situationen reagiert der Körper bevor der Verstand über die entstandene Situation nachdenken kann. Dieser „Reflex“ ist im Prinzip ein gesunder Schutz- und Überlebensmechanismus.

Wenn allerdings die Angst überhandnimmt, den Verstand aushebelt und ein normales Maß überschreitet und zur Panik wird, dann spricht man von Angststörungen und diese gilt es in den Griff zu bekommen. Denn der Alltag und die Lebensqualität und von Betroffenen und deren Umfeld wird dadurch stark beeinträchtigt.

Die Grenzen sind fließend

Was bei der einen Person schon Angstzustände auslöst, kann bei anderen Person lediglich zu einem Schulterzucken führen. Das können ganz einfache Situationen im Alltag sein. Die Fahrt in einem gläsernen Aufzug, der Anblick von Käfern oder Schnecken oder das Betreten eines Raumes mit geschlossenen Fenstern. Jeder von uns hat eine eigene „Schmerzgrenze“, welche noch kein Indiz für eine krankhafte Störung darstellt.

Von der Angst zur Störung

Angststörungen haben vielschichtige Gründe, die sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart liegen können. Dazu zählen die Kindheit und die Erziehung, das familiäre und berufliche Umfeld, soziale und finanzielle Belastungen, erbliche Faktoren sowie Krankheiten.

Wie man Störungen erkennen kann

Schränken die Ängste das Alltagsleben ein, leidet die Partnerschaft oder das Familienleben darunter und ist das Ausüben der beruflichen Tätigkeit schwierig, liegt vermutlich eine tiefgreifende Angststörung vor.

Gemeinsame Gespräche beleuchten die Lebenssituation und die Umstände, in denen die Ängste hervortreten und grenzen Angst von Angststörungen ab.

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und lassen sich grob in drei Bereiche gliedern:

1. Panik

Als Panik bezeichnet man die extreme Stressreaktion des Körpers auf eine unerwartete oder erschreckende Situation. Panik kann aber auch ohne erkennbare Auslöser und in einer harmlosen Situation überraschend auftreten. Dieser Zustand intensiver Angst kann zu weiteren Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern oder Schwitzen führen.

2. Phobie

Als Phobie bezeichnet man eine übertriebene Angstreaktion, obwohl eine reale äußere Bedrohung fehlt. Die Phobie richtet sich dabei auf konkrete Dinge wie beispielsweise Spinnen oder auf bestimmte Situationen.

3. Generalisierte Ängste

Als generalisierte Angststörung wird eine langanhaltende ständige Angst oder Sorge bezeichnet, die auf keinen bestimmten Auslöser zurückzuführen ist. Das können unbegründete Ängste vor Krankheiten, Finanzen oder der Zukunft sein.

Sind Angststörungen & Phobien behandelbar?

Ja. So individuell wie jeder einzelne Mensch ist, so individuell gehen wir mit jedem Menschen um und suchen nach dem richtigen Weg aus der Angst. Schlüssel zur Angstbewältigung ist die Psychoedukation. Wenn Sie wissen wie die Angstmechanismen funktionieren, können Sie sie verändern und bewältigen. In der Therapie sagt man: „Der Weg ist, wo die Angst ist“. Gemeinsam wird ein Therapieplan entwickelt wie Sie den Ängsten stufenweise begegnen können. Die Angst zu überwinden kann ein beflügelndes und erhebendes Gefühl sein. Die zurückgewonnene Lebensqualität und Befreiung sind die wertvollste Belohnung. Wir begleiteten Sie gerne dabei.